Der Sonnentau

Beim Rundblättrigen Sonnentau handelt es sich um eine mehrjährige, 5 bis 20 Zentimeter hohe Pflanze. Das Besondere sind die rund 200 haarfeinen, rötlichen Tentakeln, die sich auf der Oberfläche der rundlichen Fangblätter befinden und ein klebriges Sekret produzieren.

Seinen Namen hat der Sonnentau von den Sekrettropfen an den Blatträndern, die in der Sonne wie Tautropfen glitzern. Mit diesen werden Fliegen und Mücken angelockt, die an den vermeintlichen Tautropfen ihren Durst stillen wollen. Doch die Tautropfen entpuppen sich als klebriger Schleim, der das Opfer nicht mehr loslässt. Durch diese Form der Jagd kann die Pflanze, die in den Insekten enthalten Nährstoffe, vor allem Stickstoff, aufnehmen und für ihr Wachstum nutzen. Dadurch gelingt es dem Sonnentau, auf nährstoffarmen Standorten wie Hochmooren und Heiden zu gedeihen – das, was der Boden an Nährstoffen nicht bietet, holt sich der Sonnentau aus der tierischen Nahrung.

Sonnentau kommt nahezu überall auf der Nordhalbkugel vor, von Europa über Asien bis Nordamerika. Sogar in Alaska, in Grönland, auf den Philippinen und in Neuguinea ist er zu finden. Sonnige Standorte auf nassen, nährstoffarmen und kalkfreien Böden mit einem pH-Wert zwischen neutralen 7 und sauren 3, so wächst die Pflanze am besten. Deshalb bevorzugt der Sonnentau Moore oder Feuchtgebiete, wo er sich in Torfmoosteppichen oder als Pionierpflanzen auf frisch freigelegten Torf- und Tonböden findet.

Schon lange wird Sonnentau medizinisch verwendet. Er wirkt antibiotisch, entzündungshemmend, krampf- und sekretlösend. Sonnentau wird gegen Reizhusten, Bronchitis, COPD und gegen Asthma eingesetzt, er hilft zur Herzstärkung und wirkt als Aphrodisiakum.

Wissenswertes

3 - 7

Auf sonnigen Standorten und nassen, nährstoffarmen und kalkfreien Böden mit einem pH-Wert zwischen neutralen 7 und sauren 3 wächst die Pflanze am besten.

200

Der Sonnentau besitzt ca. 200 haarfeine, rötliche Tentakeln, die sich auf der Oberfläche der rundlichen Fangblätter befinden.

12

Bereits im 12. Jahrhundert beschrieb der italienische Arzt Matthaeus Platearius Sonnentau unter dem Namen “herba sole” als Heilkraut gegen Reizhusten.

Was es zu schützen gilt

Der Sonnentau
Link

Der Silberreiher
Link

Der Hochmoorbläuling
Link

Das Sumpfblutauge
Link

Die Rote Feuerlibelle
Link

Die Moosbeere
Link

Das Torfmoos
Link

Das Schilf
Link

Der Seggenrohrsänger
Link

Der Rohrkolben
Link

Der Moorfrosch
Link

Das Wollgras
Link

Das Moorbirkhuhn
Link

Das Kreuzotter
Link

Die Große Moosjungfer
Link

Die Bekassine
Link

Die Sumpfohreule
Link

Die Karausche
Link

Die Ringelnatter
Link

Die Moorameise
Link

Was es zu entdecken gibt