| 09/2018
| Kieve/Güstrow |

Mit dem Jahr 2018 wird in der Geschichte der MoorFutures der erfolgreiche Abschluss des 1. MoorFutures-Projektes weltweit beim Polder Kieve verbunden bleiben. Insgesamt 14.325 MoorFutures (also: 14.325 t CO2) sind damit erfolgreich an Unternehmen und Einzelpersonen verkauft worden, knapp 30% (rd. 4.300 MoorFutures | 150.000 €) fallen davon in die Zeit des NKI-Vorhabens.

Die Pionierleistung des Polder Kieve kann gar nicht hoch genug bewertet werden. Nicht zuletzt durch dieses Klimaschutzprojekt gelang es die Zusammenhänge von Moor- und Klimaschutz über die Kreise von Naturschutz und wissenschaftlichen Fachbereichen hinaus zu verbreiten.

Für Artenvielfalt und Klimaschutz rund um den Polder Kieve habe die guten Jahre nun erst begonnen. Bis in Jahre 2062 und darüber hinaus wird die Wiedervernässung das Moore regenerieren lassen.

Mit dem neuen MoorFutures-Projekt am Gelliner Bruch wird ein weiteres Moor wiedervernässt und damit zwischen Pasewalk und Stettin Klimaschutz und Artenvielfalt gestärkt werden.

Vor der Wiedervernässung wurde die Fläche auf bis zu 1m unter Flur entwässert und zuletzt als extensives Grünland genutzt. Noch in den 1970er Jahren wurden im nordöstlichen Teil des Projektgebietes maximale Torfmächtigkeiten von bis zu 7m nachgewiesen. Durch anhaltende Torfzehrung und Moorsackung infolge der Trockenlegung des Gelliner Bruches sind deren Torfe merklich dezimiert worden. Dickere Torfschichten finden sich nun nur noch am Südzipfel des Moores – dem neuen MoorFutures‐Projekt Gelliner Bruch.

Im September 2017 wurden die Pumpwerke abgeschaltet, die Entwässerungsgräben gefüllt und

alte Wasserzuläufe erneuert. Im Ergebnis entstehen nunmehr neue artenreiche Moor‐ und Feuchtbiotope, die einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Der Wechsel zwischen offenen Wasserflächen und halboffenen Moorbiotopen wird einen deutlichen Anstieg der Artenvielfalt bewirken. Rieden und Röhrichte, Moorfrösche, Silber‐ und Graureiher so viel eine Vielzahl von Insekten‐ und Vogelarten werden hier ein Ort zum Rasten, Nisten und Leben finden.

Nach der Wiedervernässung durch die MoorFutures werden 6,7 ha des Moores geschützt und seine

Torfschichten somit vor dem Verschwinden bewahrt. Dadurch wird aus der Treibhausgasquelle, die trocken gelegt Moore sind, wieder ein hocheffizienter Kohlenstoffspeicher. Im Laufe des Projektes wird eine Treibhausgasminderung von insgesamt 7.500 Tonnen Kohlendioxidäquivalente erzielt. Nach Berücksichtigung des 30%‐Puffers ‐ gem. MoorFutures‐Standard ‐ können mind. 5.300 MoorFutures‐Zertifikate von Unternehmen und Privatpersonen erworben werden.

Weitere Infos finden Sie auf den Seiten der MoorFutures: www.moorfutures.de.