| 11/2018
| Berlin |

Auf der Konferenz „Moor muss nass! Klimaschutz durch Moorschutz“ wurden am 26.10.2018 im Bundesumweltministerium in Berlin Theorie und Praxis der Wiedervernässung sowie die standortgerechte, nasse Nutzung von Moorstandorten (die sog. Paludikultur) vorgestellt. Gemeinsam mit den Teilnehmenden wurde diskutiert, welche Einfluss Nutzung und Schutz der Moore für das Klima haben und welche Schritte zur Erreichung des Pariser Klimaschutzabkommens mit Blick auf die Moore noch vor uns liegen.

Die empfehlenswerten Vorträge der Konferenz sind auf der Homepage zu finden:
https://www.greifswaldmoor.de/konferenz.html

Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit ihre Anreise via MoorFutures klimafreundlich zu gestalten. Außerdem waren die MoorFutures eines der ausgesuchten Leuchtturm-Beispiele, die im Rahmen der Konferenz am Vormittag präsentiert wurden.

Extra für diesen Anlass wurde aus den 3 MoorFutures-Projekten „Rehwiese“ (Brandenburg), „Königmoor“ (Schleswig-Holstein) und „Gelliner Bruch“ (Mecklenburg-Vorpommern) ein eigenes Konferenzzertifikat erstellt. Insgesamt 7 t CO2 wurden auf diesem Wege kompensiert. Die Einnahmen fließen in alle 3 MoorFutures-Projekte und helfen somit bundesländerübergreifend Moore zu schützen und wiederzubeleben. Für ihr Engagement erhielten die Teilnehmenden ein persönliches Zertifikat.

Hintergrund zur Konferenz „Moor muss nass“

Mit der Unterzeichnung des Pariser Klimaschutzabkommens und des Klimaschutzplans 2050 hat sich Deutschland dem ambitionierten Ziel verpflichtet, bis zum Jahr 2050 eine kohlenstoffneutrale Gesellschaft zu erreichen. Dies bedeutet eine nahezu vollständige Vermeidung von Treibhausgasemissionen in allen Sektoren.

In der Landwirtschaft in Deutschland kommen 1/3 der Emissionen aus Moorböden, obwohl diese nur 7,3 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche ausmachen. Mit gut 4 % der gesamten deutschen Treibhausgasemissionen sind diese entwässerten Moore somit ein Hotspot für den Klimaschutz in Deutschland.

Das Projekt „Deutscher Moorschutzdialog“, das von den Partnern im Greifswald Moor Centrum (Michael Succow Stiftung, Universität Greifswald, DUENE e.V.) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative der Bundesregierung durchgeführt wird, erarbeitet im Dialog mit Akteuren aus Land- und Wasserwirtschaft, Natur- und Umweltschutz aber auch Politik und Verwaltung geeignete Ansätze, die als Impulse für gezielte Lösungen für Klimaschutz durch Moorschutz dienen.